Ohne Worte – Körpersprache im Vorstellungsgespräch

Vor einem Vorstellungsgespräch macht man sich über so einige Gedanken: Trage ich die richtige Kleidung? Wie will ich auf bestimmte Fragen antworten? Doch am wichtigsten ist der Gesamteindruck, den du hinterlässt – und dazu zählt auch deine Körpersprache. Ein Arbeitgeber möchte nämlich nicht nur wissen, ob du fachlich für die Stelle geeignet bist, sondern auch, wie deine Persönlichkeit ist. Bist du motiviert, freundlich und selbstbewusst? Oder eher schüchtern und gelangweilt? Das verrätst du im Vorstellungsgespräch auch mit deiner Körpersprache.

Körperhaltung, Mimik und Gestik

Körpersprache – das ist das Zusammenspiel aus Körperhaltung, Mimik und Gestik. Wie bewegt sich jemand, wie ist sein Gesichtsausdruck, was macht er mit seinen Händen? Das alles bestimmt mit, welchen Eindruck wir hinterlassen. Im Bewerbungsgespräch kommt es natürlich darauf an, was du über dich sagst – dazu gehören zum Beispiel Schulnoten, besondere Talente oder warum du genau bei dieser Firma arbeiten möchtest. Aber es ist fast genauso wichtig, wie du es sagst. Wenn das Gesamtpaketstimmt, wirst du einen positiven Eindruck hinterlassen – und vielleicht schon bald deinen Arbeitsvertrag unterschreiben.

Tipps und Tricks

Grundsätzlich gilt: nicht übertreiben. Deine Körpersprache sollte immer authentisch sein, also nicht aufgesetzt wirken. Nicht zu viel, nicht zuwenig – das ist hier die goldene Regel.

Augenkontakt halten

Augenkontakt ist das A und O. Wenn du deinem Gesprächspartner während des Gesprächs in die Augen sehen kannst, dann zeugt das von Interesse und Aufmerksamkeit. Natürlich soll das nicht in Anstarren ausarten, denn das ist unangenehm für den Gesprächspartner. Immer einen freundlichen Gesichtsausdruck behalten. Auch hier gilt: Nicht übertreiben und kein Dauergrinsen aufsetzen.

Die Hände richtig einsetzen

Es fängt schon bei der Begrüßung an: Ein fester Händedruck ist ein guter Start ins Vorstellungsgespräch, denn das wirkt selbstsicher und motiviert. Aber Vorsicht: nicht zu fest zudrücken. Das Händeschütteln ist eine unverzichtbare Geste im Vorstellungsgespräch. Eine Ausnahme: Du bist erkältet. Dann solltest du aus Höflichkeit den Händedruck verweigern und das mit deiner Erkrankung begründen. Das zeugt von Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein. Außerdem kommt es gut an, wenn du das Gesagte mit deinen Händen unterstreichst. Wildes Herumfuchteln und übertriebenes Gestikulieren solltest du aber vermeiden. Ein weiteres Tabu sind vor der Brust verschränkte Arme, denn das signalisiert Abstand und Desinteresse. Arme einfach locker auf die Stuhllehnen oder auf die Oberschenkel legen. Achte außerdem darauf, dass du Unsicherheitsgesten vermeidest. Dazu gehört zum Beispiel das Kratzen am Hinterkopf oder an der Nase.

Haltung bewahren

Mit einer aufrechten Körperhaltung sammelst du direkt beim Betreten des Raumes Pluspunkte, denn so strahlst du Selbstvertrauen und Kompetenz aus. Schultern zurück, Brust raus, Rücken gerade, Bauch rein – so lautet das Kommando. Das soll aber nicht angestrengt und steif wirken, sondern locker und natürlich. Das gilt auch fürs Sitzen: Du solltest nicht auf der Vorderkante des Stuhls kauern, das wirkt unsicher. Setz dich lieber mittig auf die Sitzfläche und achte auf einen geraden Rücken. Das ist nicht nur gesund, sondern strahlt auch Selbstbewusstsein aus. Auf dem Weg zur Tür solltest du möglichst niemandem den Rücken zukehren. Zur Verabschiedung noch ein erneuter fester Händedruck, ein freundliches Lächeln – und du hast das Bewerbungsgespräch erfolgreich gemeistert!