Online-Nachhilfe: Lernen am Bildschirm

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Facebook, YouTube oder Webshops – ohne Internet geht nichts mehr. Sogar Nachhilfe gibt’s im Netz. spleens academy zeigt dir, was mit Online-Nachhilfe alles möglich ist.

Du lernst seit Tagen, aber diese eine knifflige Mathe-Aufgabe verstehst du immer noch nicht? Manchmal kann es helfen, sich den Stoff einfach mal von jemand ganz anderem erklären zu lassen. Und das geht auch online!

Lernen mit Videos

In Lernvideos werden schwierige Themen häufig anders und anschaulicher erklärt als in der Schule – und manchmal reichen neue Beispiele schon aus, um alte Probleme zu durchschauen. Lernvideos findest du sowohl auf kostenfreien als auch kostenpflichtigen Portalen. Für ein Abo bei sofatutor.com, einem der größten deutschen Anbieter, zahlst du beispielsweise etwa 20 Euro im Monat.

Vorteil: Ganz klar Bequemlichkeit! Du kannst dir die Videos jederzeit überall und so oft du willst anschauen. Außerdem gibt es auch viele kostenlose Videos, die gut gemacht sind.

Nachteil: Die Qualität der Videos variiert zwischen den unterschiedlichen Plattformen stark – denn prinzipiell kann jeder Videos hochladen und das sind nicht immer nur Profis! Bevor du auf einer Plattform Geld bezahlst, lieber erst kostenlose Probevideos anschauen. Weitere Nachteile: Du kannst keine Rückfragen stellen und beim eigenständigen Lernen ist eine Menge Selbstdisziplin gefragt.

Nachhilfe von Computer zu Computer

Monitor-Unterricht funktioniert eigentlich wie eine klassische Nachhilfestunde – nur dass ihr nicht zusammen am Tisch sitzt, sondern zu Hause an euren Computern. Mit Webcam und Headset kannst du einem Online-Nachhilfelehrer über Skype Fragen stellen und Probleme gemeinsam mit ihm lösen. Ob du zusätzliches Equipment benötigst, ist vom Anbieter abhängig: Für manche brauchst du beispielsweise einen Scanner oder einen Digitalstift.

Eine Einzelstunde im Internet kostet ungefähr soviel wie eine Stunde mit einem klassischen Nachhilfelehrer: Beim Anbieter studienkreis.de beispielsweise zahlst du zwischen 17 und 27 Euro.

Vorteil: Beim Monitor-Unterricht hast du einen direkten Austausch und kannst jederzeit Fragen stellen. Außerdem sparst du Zeit, weil du nicht erst zum Nachhilfelehrer fahren musst. Die Auswahl der Lehrer ist im Internet groß: Online kannst du zum Beispiel auch Muttersprachler finden, die dir bei Fremdsprachen weiterhelfen.

Nachteil: Auch unter den Online-Nachhilfelehrern gibt es schwarze Schafe. Informiere dich also und vergleiche die Anbieter – frag auch deine Eltern nach ihrer Meinung. Auf den Websites bekommt ihr einen ersten Eindruck. Trotzdem kann es nicht schaden, vorher einmal mit dem Lehrer zu telefonieren. Auf vielen Online-Plattformen kannst du auch kostenlos eine Nachhilfestunde testen. So kannst du herausfinden, ob die Chemie stimmt und ob das Fach für Monitor-Unterricht geeignet ist.

Webinare: Die Vorlesung im Internet

Der Begriff Webinar setzt sich aus den Wörtern Web und Seminar zusammen: Gemeinsam mit anderen Nutzern kannst du von deinem Computer aus dem Vortrag eines Nachhilfelehrers zuhören.

Vorteil: Auch hier kann dir durch eine neue Perspektive ein Licht aufgehen – vielleicht verstehst du ein Thema besser, wenn einfach ein anderer Lehrer darüber spricht.

Nachteil: Du kannst nur in begrenztem Umfang Fragen stellen. Es kann auch passieren, dass der Vortrag sich von dem in der Schule nicht stark unterscheidet und du trotz Nachhilfe nicht schlauer bist als vorher. Schaue deshalb auch hier nach einer kostenlosen Probestunde. 

Online-Nachhilfe: Wer weiß was?

Da es ganz unterschiedliche Lerntypen gibt, ist es wichtig, dass du eine Nachhilfe findest, die zu dir passt. Wenn du gerne am Computer arbeitest, kann Online-Nachhilfe für dich genau richtig sein. Hast du eine Plattform gefunden und du willst wissen, ob diese geeignet ist, zeig deine Online-Aufgaben doch deinem Lehrer in der Schule. Er kann abschätzen, ob das Angebot für seinen Stoff hilfreich ist oder nicht. spleens academy wünscht dir viel Erfolg beim Lernen!