Berufsvorbereitungsjahr und Berufsgrundbildungsjahr

Berufsvorbereitungsjahr und Berufsgrundbildungsjahr sind Förder- und Überbrückungsangebote für diejenigen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben - weil sie beispielsweise keinen Schulabschluss haben. Diese Angebote sollen die Chancen auf eine ordentliche berufliche Zukunft erhöhen.

Berufsvorbereitungsjahr

Du hast den Hauptschulabschluss nicht geschafft oder er ist so mies ausgefallen, dass es kaum Chancen gibt, damit einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Dann ist vielleicht das Berufsvorbereitungsjahr etwas für dich.

Das BVJ bedeutet, ein Jahr vollzeit zur Schule gehen. Es ist gedacht für alle, die noch berufsschulpflichtig sind, aber noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Es soll dazu dienen, anschließend eine Ausbildung beginnen zu können.

Beim BVJ kann der Schulabschluss nachgeholt werden. Mathe und Deutsch gehören zu den unterrichteten Fächern. Außerdem bekommen die Schüler theoretisch und praktisch Grundwissen in einem oder mehreren Berufen beigebracht.

Das BVJ wird an Berufsschulen und ähnlichen Einrichtungen angeboten. Es ist kostenlos, es gibt kein Gehalt. Das BVJ kann in allen Bundesländern außer Brandenburg gemacht werden.

Berufsgrundbildungsjahr

Gibt es keinen Ausbildungsplatz in dem Berufsfeld, das dir vorschwebt? Ein passendes Berufsgrundbildungsjahr kann da eventuell genau die richtige Alternative und der sanfte Einstieg in die Arbeitswelt sein.

Das BGJ findet in der Regel ein Jahr lang an einer Berufsschule statt. Das Besondere ist die Konzentration auf ein Berufsfeld wie etwa das der Holztechnik. Die Zeit teilt sich je zur Hälfte in Theorie und Praxis auf.

Beim BGJ lässt sich herausfinden, ob der angestrebte Beruf – zum Beispiel Tischler – wirklich der richtige ist. Es ist möglich, das BGJ auf die Ausbildungszeit anzurechnen, wenn die berufliche Richtung beibehalten wird.

Es gibt auch das so genannte kooperative BGJ. Bei diesem besucht der Teilnehmer die Berufsschule und einen Betrieb.