Fluggerätmechaniker: Dein Job zum Abheben

©iStock/ industryview, Ein Mann schraubt an einem Flugzeugmotor.

Dich faszinieren Flugzeuge, ihre Technik und wie sie es tatsächlich schaffen, so federleicht vom Boden abzuheben? Damit die tonnenschweren Geräte Tag für Tag in die Lüfte steigen, ist nicht nur ein ausgeklügelter Bau, sondern auch eine ständige Wartung wichtig. Als ausgebildeter Fluggerätmechaniker oder als ausgebildete Fluggerätmechanikerin hast du beides im Blick.

Flugzeuge in den riesigen Hangars warten, auf dem Rollfeld einen schnellen Check durchführen und auch mal nachts mit dem Team riesige Fluggeräte Instand halten, damit der Vogel am nächsten Morgen wieder starten kann. Ein Job als Fluggerätemechaniker oder Fluggerätemechanikerin erfordert großes technisches Verständnis und eine hohe Genauigkeit – schließlich muss auf tausenden Höhenmetern jedes Teilchen sitzen. Klingt spannend für dich?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Im Schnitt dauert die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker oder zur Fluggerätmechanikerin dreieinhalb Jahre. Dabei lernst du sowohl in einer Berufsschule, als auch in einem Ausbildungsbetrieb – deine Ausbildung findet also dual statt und du wechselst regelmäßig zwischen Schulbank und riesiger Werkshalle. Auf dem Stundenplan für dich und deine zukünftigen Arbeitskollegen und -kolleginnen stehen dabei wichtige Grundlagen wie Aeordynamik oder Elektrotechnik. Aber eine große Besonderheit: Du spezialisierst dich schon sehr früh, nämlich vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres, auf eine von drei Fachrichtungen innerhalb der Fluggerätemechanik.

Das sind die drei Fachrichtungen, in denen du dich als Fluggerätmechaniker oder -mechanikerin spezialisieren kannst:

  • Fertigungstechnik: Hat ein Ingenieur seine technischen Zeichnungen auf Papier gebracht, ist es als Fertigungstechniker deine Aufgabe, das tatsächliche Fluggerät daraus zu bauen. Du fügst also nach und nach alle wichtigen Einzelteile, von der Innenausstattung über die Flügel bis zum Cockpit zusammen, damit das Flugzeug nach Fertigstellung sicher in den Himmel steigt.
  • Triebwerkstechnik: Fokussierst du dich auf die Triebwerkstechnik, bist auch du für den Bau des Flugzeugs zuständig – aber nicht für das gesamte Gefährt. Du hast besonders die empfindlichen und komplexen Triebwerke im Blick, montierst sie und kontrollierst auch regelmäßig ihre sichere Funktion.
  • Instandshaltungstechnik: Spezialisierst du dich auf die Instandhaltungstechnik, fokussierst du dich hauptsächlich auf Wartungsarbeiten und Prüfung von Luftfahrzeugen. Du identifizierst also fehlerhafte oder defekte Bauteile und tauschst sie aus.

Das brauchst du, um deine Ausbildung als Fluggerätmechaniker oder -mechanikerin zu starten

Um deine Ausbildung zu starten, reicht mindestens ein guter Hauptschulabschluss. Was aber wichtig ist: Dir müssen technische Fächer wie Physik, Mathe aber auch Englisch gut liegen, damit du die technischen Zusammenhänge während deiner Ausbildung gut erfassen kannst. Außerdem solltest du auch handwerklich begabt sein, schließlich hast du in diesem Beruf mit schwerem Gerät zu tun und musst Sachen verlässlich montieren können. Das bringst du alles mit? Dann steht deiner Karriere als Fluggerätemechaniker oder Fluggerätmechanikerin nichts im Wege.