Nah an der Praxis – studieren an der FH

istockphoto.com/gpointstudio

Studentenleben und enger Bezug zur beruflichen Praxis – das hört sich schon mal gut an. An Fachhochschulen können Studenten beides miteinander verbinden. Wie das funktioniert, erklärt dir spleens academy.

Du möchtest gerne nach deiner Schullaufbahn ohne Abi studieren? Am besten nah an der beruflichen Wirklichkeit? Dann könnte das Studium an der Fachhochschule (FH) etwas für dich sein.

Du benötigst dafür als Schulabschluss die Fachhochschulreife, die du durch den Abschluss der 11. bzw. 12. Klasse und ein einjähriges Berufspraktikum oder eine Berufsausbildung erwerben kannst. Und los geht’s.

Welche Fächer kann ich an der FH studieren?

Du kannst beinahe alle Fächer dort studieren. Der Schwerpunkt liegt aber im Bereich der Ingenieurwissenschaften; Geisteswissenschaften und Sprachwissenschaften kannst du nach wie vor nur an einer Universität studieren. Dies führt dazu, dass an den FHs meistens mehr Männer studieren. Aber immer mehr Hochschulen versuchen, sich besonders für Studentinnen stark zu machen.

Diese Fächerauswahl hast du an der FH:

  • Agrar- und Forstwissenschaften
  • Informatik und Mathematik
  • Kunst, Gestaltung und Musik
  • Medien und Kommunikation
  • Medizin und Gesundheitswesen
  • Naturwissenschaften
  • Technik und Ingenieurwesen
  • Wirtschaft und Recht

Wie ist mein Studium organisiert?

Anders als an einer Universität hast du an einer FH einen eher geregelten und straffen Stundenplan und weniger Wahlmöglichkeiten. Klingt erst einmal nicht sehr verlockend. Aber es gibt einen großen Vorteil: Dein Studium ist sehr gut organisiert und bietet dir somit gute Voraussetzungen, dass du in der angepeilten Regelstudienzeit auch fertig wirst – und eher dein eigenes Geld verdienst.

Lehre und Forschung haben an der FH einen starken Bezug zur Praxis. Du machst während deines Studiums mehrwöchige Praktika im Betrieb, Projektphasen oder auch ganze Praxissemester – je nach Fach. Viele Hochschulen haben einen guten Draht zu Unternehmen und vermitteln gern Praktika an ihre Studenten. So fällt es leicht, erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln.

Wie lange dauert mein Studium?

Die Regelstudienzeit beträgt im Bachelor-Studiengang sechs bis acht Semester, für einen Master-Studiengang zwei bis vier Semester mehr. Master-Studiengänge sind oft auf einen passenden Bachelor-Studiengang abgestimmt, die Regelstudienzeit beträgt dann insgesamt zehn Semester.

Wie voll sind die Studiengänge?

Ein weiterer Vorteil der Fachhochschulen ist, dass sie weniger überlaufen sind als Universitäten. Die Atmosphäre ist häufig familiär, die Professoren können sich gut um ihre Studenten kümmern.

Wie gut ist der Ruf der Fachhochschulen?

Fachhochschulabsolventen genießen gerade in den technischen Bereichen ein hohes Ansehen, mitunter sogar ein besseres als ihre Kommilitonen von den Universitäten. Denn viele Unternehmer schätzen es sehr, dass die FH-Studenten bereits Praxisluft geschnuppert haben und sich schneller in den Arbeitsalltag einfinden. Oft haben die Studenten schon in ihren Praktika gute Kontakte zur Wirtschaft geknüpft. Eine große Hilfe, wenn es ans Bewerben geht.

Es lohnt sich also, sich mit den Angeboten einer Fachhochschule auseinanderzusetzen. Denn die Verbindung von Studium und Praxis bringt dir eine Menge Vorteile.