Infos zum Thema: Duales Studium

Am liebsten möchtest du studieren, wenn du dein Abitur in der Tasche hast. Wie wäre es denn mit einem dualen Studium? Hier schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe – spleens.de erklärt dir warum.

Ein duales Studium kombiniert theoretische Lernphasen an einer Hochschule mit Praxisphasen in einem Betrieb. Am Ende des dualen Studiums verfügen die Absolventen also nicht nur über das theoretische Wissen aus Vorlesungen und Seminaren, sondern kennen auch den Arbeitsalltag des jeweiligen Berufes. Um beides unter einen Hut zu bekommen, ist das Studium straff organisiert. Die dualen Studiengänge stellen durch die kombinierte Ausbildung hohe Anforderungen an die Studenten – doch es lohnt die Mühe aufgrund der guten Karrierechancen nach dem Studium.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Praxisnähe: Wer sich für ein duales Studium entscheidet, sammelt schon während der Studienzeit mehrere Jahre Berufserfahrung – anders als beim Vollzeitstudium bleibt einem der kalte Sprung ins Wasser somit erspart. Da die Praxiserfahrung ein sehr wichtiger Punkt bei der Bewerbung ist, können Absolventen eines dualen Studiums ordentlich punkten.

Zeitersparnis: Innerhalb von drei bis fünf Jahren erwerben die Studenten mit dem Berufsabschluss sowie dem Bachelor gleichzeitig zwei Abschlüsse. Meist ist die berufliche Ausbildung auf zwei Jahre verkürzt, sodass im Hauptstudium genügend Zeit für die Bachelor-Arbeit bleibt.

Gute Studienbedingungen: Die dualen Studiengänge sind meist zeitlich und inhaltlich sehr gut organisiert und bieten eine optimale Betreuung in kleinen Studiengruppen.

Erhöhte Job- und Karrierechancen: Ein Großteil der Dual-Studenten haben in den Praxisphasen bereits wichtige Unternehmenskontakte geknüpft und können meist ohne zusätzliche Einarbeitungszeit in ihren Betrieb einsteigen. Häufig werden sie sogar nach dem Abschluss übernommen.  

Monatliche Vergütung: Der jeweilige Ausbildungsbetrieb zahlt eine monatliche Vergütung – eine Erleichterung für viele Studenten, da sie sonst aufgrund eines Nebenjobs kaum Freizeit hätten. In der Regel wird während des gesamten Studiums gezahlt, also auch in der Zeit der theoretischen Ausbildung an der Hochschule oder Berufsakademie. Handelt es sich um eine Ausbildungsvergütung, steigt sie häufig mit den Ausbildungsjahren.

Doch neben den ganzen Vorteilen sollte bedacht werden, dass einem im dualen Studiengang nichts geschenkt wird. Gefragt sind Mobilität und Flexibilität: Hochschule und Ausbildungsbetrieb befinden sich beispielsweise nicht immer in räumlicher Nähe. Die Arbeitszeiten variieren je nach Betrieb, aber auch hier ist es möglich, den schwarzen Peter zu ziehen. Das Unangenehmste ist jedoch, dass Dual-Studenten keine Semesterferien haben – sondern lediglich 25 bis 30 Urlaubstage – und während der Zeit in den Betrieb oder in die Berufsschule müssen. Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, dass ein duales Studium nur für leistungsstarke und motivierte Personen geeignet ist. Durch den ständigen Wechsel von Praxisphasen und Vorlesungszeiten ist es enorm arbeitsintensiv und fordert ein hohes Leistungsvermögen sowie Engagement.

Voraussetzungen für ein duales Studium

Um ein duales Studium aufnehmen zu können, ist es in der Regel wichtig, dass Abitur oder zu mindestens das Fachabitur in der Tasche zu haben. Der Bewerber muss außerdem – neben der passenden Hochschulzugangsberechtigung – einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen. Der Grund: Die jeweilige Hochschule oder Berufsakademie muss die Sicherheit haben, dass das Unternehmen die Auswahl des Studenten übernimmt. Ob weitere Voraussetzungen vonnöten sind, ist von der jeweiligen Bildungseinrichtung abhängig.

Auch wenn das Angebot dualer Studiengänge kontinuierlich wächst, sind die Plätze sehr begehrt. Interessenten sollten sich daher mindestens ein Jahr im Voraus bei einem Unternehmen bewerben. Es ist wichtig sich genau zu erkundigen, welche Hochschulen duale Studiengänge anbieten oder wo es spezielle duale Hochschulen/ Berufsakademien gibt.   

Mehr Infos dazu gibt es auf: http://www.duales-studium.de/