Es wird derzeit beobachtet, dass immer mehr jüngere Menschen an Hautkrebs erkranken. Experten führen das vor allem auf den Schönheitstrend der "gesunden Bräune" zurück. Um bei diesem dabei zu sein, legen sich Jugendliche und junge Erwachsene auf die Sonnenbank oder lassen sich stundenlang im Urlaub am Strand "braten".

Solariumsverbot allein hilft nicht

Um es den unter 18-Jährigen zu erschweren, ihre Gesundheit im Solarium aufs Spiel zu setzen, gilt seit Kurzem ein Sonnenstudioverbot. Niemand kann es jedoch verbieten, dass, wer möchte, sich auf die eigene Sonnenbank oder einfach ins Freie legt. Wenn die Risiken bewusst sind und nicht zuviel UV-Licht an den Körper heran gelassen wird, ist es auch in Ordnung.

Weniger ist oft besser

Ein Richtwert kommt vom Bundesamt für Strahlenschutz. Das empfiehlt das Sonnenbaden – ob im Solarium oder draußen – nicht öfter als 50 Mal im Jahr! Wer

  • empfindliche Haut,
  • auffällige oder zahlreiche Leberflecken oder Sommersprossen, und/oder eine
  • familiäre Veranlagung zu Hautkrebs

hat, der sollte im eigenen Interesse ganz besonders vorsichtig sein. Denn es ist nachweislich so, dass mit jedem Sonnenbrand in Kindheit und Jugend das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, steigt. Aktuelle Forschungsergebnisse besagen: Beginnt der regelmäßige Besuch in Sonnenstudios vor dem 30. Lebensjahr, steigt das Hautkrebsrisiko um 75 Prozent!

Hautkrebs-Screening

Die IKK-Krankenkassen bezahlen übrigens ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre ein so genanntes Screening (genaue Untersuchung) zur Vorsorge gegen Hautkrebs. 
www.unserehaut.de