Sprachen lernen – das muss nicht langweilig sein!

Von wegen: pauken, pauken und nochmals pauken! Wer Lust hat, eine Sprache zu lernen oder seine eingestaubten Kenntnisse auffrischen will, kann beim Bundesprachenwettbewerb Arbeit und Spaß auf kreative Weise miteinander verbinden.

Ob beim Telefongespräch mit einem Kunden aus Frankreich oder beim Schreiben einer E-Mail auf Englisch - Fremdsprachen sind aus dem Berufsalltag heute kaum mehr wegzudenken. Und genau das treibt manch einem Azubi den Schweiß auf die Stirn. Dabei muss es gar nicht so schwer sein, seiner Erinnerung wieder auf die Sprünge zu helfen. Beim Bundeswettbewerb für Fremdsprachen kann Wissen auf spannende Weise aufgefrischt und vertieft werden. Anstatt Vokabeln mühsam und allein am Schreibtisch zu pauken, bringt ein spannendes Projekt den Spaß am Lernen zurück.

Ohne Englisch ist es im Beruf schwer

Das weiß auch Annette Leschinski. Sie arbeitet für den Automobilzulieferkonzern ZF Friedrichshafen, der 27 Standorte auf der ganzen Welt hat. Die "Kaufmännische Ausbilderin" betont, wie wichtig es ist, fremde Sprachen zu erlernen. "Nur wenn man die Landessprache beherrscht, versteht man die Menschen und ihre Kultur. Wer nicht mindestens englisch spricht, wird sich in vielen Berufen schwer tun", ist sie überzeugt. Deshalb ermuntert Annette Leschinski ihre Lehrlinge, am Wettbewerb teilzunehmen.

Der Wettbewerb ist sehr kreativ

Doch wie soll das Aufpolieren seines Wortschatzes Spaß machen? "Ganz klar durch die Teilnahme an Wettbewerben wie dem Bundesprachenwettbewerb", meint Annette Leschinski. Mitmachen können Schüler in verschiedenen Kategorien - je nach Alter und Wissen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Egal ob sie eine Kurzgeschichte schreiben oder einen kleinen Film drehen wollen - Hauptsache der Beitrag wird in einer Fremdsprache verfasst. Anschließend treten die Besten gegeneinander an. Dabei kann sich jeder frei entscheiden, ob er sich in Französisch, Englisch, Chinesisch und vielen anderen Sprachen messen lassen möchte.

"Es gewinnen nur die Teilnehmer, die die selbst gewählte Fremdsprache sehr gut beherrschen. Das spornt die Auszubildenden unwahrscheinlich an, da sie ja gewinnen wollen", erklärt die Gruppenleiterin. Kein Wunder, schließlich locken verführerische Preise wie Ferienaufenthalte und Sprachreisen. Am Ende ist es aber die Freude am kreativen Wettbewerb, die die Jugendlichen niemals vergessen werden.

"Uns hat das Projekt viel Spaß gemacht"

Diese Erfahrung hat auch Andrea Rau gemacht. Die ausgelernte Industriekauffrau konnte sich beim letzten Bundesfremdsprachenwettbewerb über den ersten Platz freuen. "Durch den Wettbewerb hatte ich die Möglichkeit, meine Fremdsprachen anwenden, vertiefen und im Team eigenständig an einem Projekt arbeiten zu können", schwärmt sie. Für die Industriekauffrau ist das nur der Anfang, denn sie hat sich noch viel vorgenommen: Demnächst wird sie ihren Urlaub bei einer französischen Familie verbringen. Eine tolle Idee, um die Sprache tagtäglich zu sprechen. "Anschließend würde ich gerne in Englisch-Sprachkurse besuchen, um die erworbenen Kenntnisse weiter vertiefen zu können."