Erste eigene Wohnung – so suchst du richtig

Foto: fotolia.com/FM2

Du hast dich schon so lange darauf gefreut, nun ist es endlich soweit: Die Suche nach der ersten eigenen Wohnung beginnt. Wir verraten dir, worauf du achten musst, damit diese nicht zur Kostenfalle wird.

Nur 150 Euro Miete für die perfekte Wohnung? Klingt zu schön um wahr zu sein. Ist es häufig auch. Denn oft haben auf den ersten Blick traumhafte Angebote einen riesigen Haken. Und der kann, wenn es ums Geld geht, auf Dauer zu einem echten Problem werden. Deshalb gilt es, vor Unterzeichnung des Mietvertrags genau zu prüfen, was für Kosten bei deiner Wohnung auf dich zukommen werden.

Versteckte Kosten

Der erste Blick – und das wissen Vermieter ganz genau – fällt zunächst auf die Kaltmiete. Deshalb ist diese häufig niedrig angesetzt. Um das auszugleichen, haben es dann häufig die Nebenkosten in sich. Ein Grund mehr, die sogenannte Warmmiete genau unter die Lupe zu nehmen, um versteckten Kosten auf die Spur zu kommen.

Miete ist nicht gleich Miete

Doch was verbirgt sich hinter der Warmmiete? Sie setzt sich aus der Kaltmiete sowie den Nebenkosten zusammen. Dinge wie Wasserversorgung, Heizung, Kosten für Straßenreinigung und Müllbeseitigung, Beleuchtung und noch vieles mehr zählen zu den Nebenkosten und werden anteilig von den Hausbewohnern bezahlt. Was genau zu den Nebenkosten gerechnet wird, weicht je nach Gebäude und Vertrag voneinander ab. Deshalb Vorsicht! Heizkosten zum Beispiel sind nicht automatisch immer in den Nebenkosten aufgeführt und müssen manchmal extra bezahlt werden. Das kann monatlich ein dickes Minus in die Haushaltskasse reißen.

Vergleichen lohnt sich

In die Rechnung fließt auch der monatliche Stromabschlag, der ebenfalls nicht zu den Nebenkosten gehört. Er fällt nach individuellem Verbrauch unterschiedlich hoch aus. Dabei lohnt es sich, zwischen Stromanbietern zu vergleichen. Nicht immer ist es sinnvoll, bei dem Stromanbieter zu bleiben, der beim Vormieter unter Vertrag war. Auf verschiedenen Portalen kannst du die günstigste Alternative ermitteln.

Ein Vergleichsportal ist zum Beispiel Check24!

Möbel vom Vormieter: ja oder nein?

Wohnungen in einer tollen Lage oder einem angesagten Stadtviertel sind heiß begehrt – das wissen nicht nur die Vermieter. Häufig versuchen die aktuellen Mieter ihre Lampen, Möbel oder die alte Einbauküche an den Mann zu bringen. Dazu bist du allerdings nicht verpflichtet. Wenn das Angebot stimmt und du kein Geld für neue Möbel ausgeben oder die Montage sparen willst, ist das ideal. Übrigens: Verhandeln lohnt sich. Die meisten setzen die Preise etwas höher an, um Spielraum bei Verhandlungen zu haben. In jedem Fall ist es ratsam, eine Person des Vertrauens zur Wohnungsbesichtigung oder zu Gesprächen mit Vermieter oder Vormieter mitzunehmen.

Mietkaution hat es in sich

Nicht zu vergessen ist die Mietkaution. Diese muss beim Einzug bezahlt werden und kann bis zu maximal drei Nettokaltmieten betragen. Sie dient als Absicherung für den Vermieter, zum Beispiel wenn die Miete nicht mehr bezahlt wurde oder der Mieter Schäden in der Wohnung verursacht hat. Nach Auszug bekommen die Mieter die Kaution wieder zurück. Aber es gibt auch eine neue Regelung, die gut für den Mieter ist: Einen Makler muss jetzt immer derjenige bezahlen, der ihn beauftragt. In den meisten Fällen also der Vermieter.

Sonst noch was?

Für jede Wohnung, egal wie viele darin wohnen, fällt ein Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro monatlich an. Je nach Einkommen, kannst du dich von den Kosten auch befreien lassen.

Mehr Informationen findest du unter: www.rundfunkbeitrag.de

Lass dir Zeit!

Gefällt dir die Wohnung und bist du auch nach der ersten Wohnungsbesichtigung noch Feuer und Flamme? Dann setz dich mit deinen Eltern zusammen und rechne noch mal in Ruhe alle Kosten durch. Damit du sicher sein kannst, dass du dir die Wohnung wirklich leisten und den Start in ein unabhängiges Leben sorglos genießen kannst.