Schon wieder blank? Tipps für mehr Geld in der Ausbildung

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Als Azubi verdient man nicht besonders viel – da herrscht schnell Ebbe im Portemonnaie. spleens academy zeigt dir, was du dagegen tun kannst.

Deine Freunde wollen ins Kino, aber auf deinem Konto herrscht gähnende Leere? Leider ist man als Azubi oft knapp bei Kasse. Doch es gibt einige Möglichkeiten, um dein Gehalt aufzustocken. 

Nebenjob

Du hast neben der Ausbildung ein paar Stunden Zeit? Dann kannst du dir mit einem Nebenjob noch etwas dazu verdienen. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten: Zwischen 15 und 18 Jahren stehst du unter dem Jugendarbeitsschutzgesetz, was deine erlaubte Arbeitszeit begrenzt – sie darf die Dauer von acht Stunden nicht überschreiten. Du kannst frühestens ab 6 Uhr anfangen und musst spätestens um 20 Uhr fertig sein. Pro Woche sind nicht mehr als fünf Wochentage und auch nicht mehr als 40 Stunden erlaubt.

Auch wenn du volljährig bist, solltest du während der Ausbildung darauf aufpassen, dass du mit deinem Nebenjob nicht zu viel verdienst – wenn dein Einkommen steigt, hast du eventuell keinen Anspruch mehr auf Kindergeld. Mehr über die sogenannten „schädlichen Einkünfte“ erfährst du hier. Über einen Nebenjob musst du übrigens unbedingt deinen Ausbilder informieren: Er darf dir den Nebenjob verbieten, wenn er deine Arbeit negativ beeinflusst oder wenn du beispielsweise planst, für die Konkurrenz zu arbeiten. Möglichkeiten, um sich ein paar Euro dazu zu verdienen, sind zum Beispiel Zeitungen austragen, eine Lagertätigkeit oder ein Nebenjob als Aushilfe im Verkauf.

Fahrgeld

Bist du in deiner Ausbildung viel an Orten unterwegs, die in deinem Vertrag nicht als Ausbildungsort angegeben sind? Dann kannst du dir das Fahrgeld von deinem Betrieb zurückzahlen lassen. Kümmere dich am besten regelmäßig darum, bevor du es verschwitzt – dadurch kannst du nämlich viel Geld sparen. 

BAB: Berufsausbildungsbeihilfe

Möglicherweise steht dir die Berufsausbildungsbeihilfe (kurz BAB) zu. Diese beantragst du bei der Bundesagentur für Arbeit. Dort wird ermittelt, wie hoch dein Bedarf ist. Dieser wird auf dein Einkommen und auf das deiner Eltern angerechnet. Bis zu 348 Euro Unterstützung zum Lebensunterhalt kannst du dazu bekommen. Ob und wie viel BAB dir zusteht, findest du mit dem BAB-Rechner heraus.

Behalte den Überblick

Wenn du am Ende des Monats noch etwas Geld übrig haben willst, ist die einfachste Möglichkeit, nicht den Überblick über deine Ausgaben zu verlieren. Lege dir am besten ein Heft oder eine Datei an, in der du regelmäßige Zahlungen einträgst – Handyverträge und andere Gebühren zum Beispiel. Dann siehst du leicht, wie viel Geld dir noch zur Verfügung steht. Wenn du jeden Tag aufschreibst, was du wofür ausgegeben hast, fällt dir vielleicht auf, wo du sparen kannst.

Fragen kostet nichts

Du siehst: Es gibt viele Möglichkeiten, um gegen die Ebbe im Portemonnaie vorzugehen. Acht weitere Tipps zum Sparen findest du hier. Oft gibt es mehr Ermäßigungen oder besondere Angebote für Azubis als du denkst. Also: Fragen kostet nichts!