Voller Energie

Ohne elektrische Energie läuft heute fast nichts mehr. Gut, dass es Experten gibt, die genau über das Thema Bescheid wissen. Auf dem besten Wege dorthin sind auch diese drei Jungs: Philipp H., Philipp S. und Timo Ehrlich machen eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik beim Energiekonzern Vattenfall – und stecken selbst voller Energie.

Schon von Weitem kann man das Kraftwerk gut erkennen: Große, imposante Türme ragen in den Himmel – und darin brodelt es ganz schön. Schnell wird klar: Hier wird Energie produziert. Und hier arbeiten zahlreiche Fachleute, die dafür sorgen, dass Millionen von Haushalten mit Strom aus heimischer Braunkohle versorgt werden. Aber nicht nur das. Das Kraftwerk ist auch eine Ausbildungsstätte für Jugendliche, die eine berufliche Zukunft in den Bereichen Elektronik, Mechanik und Mechatronik anstreben.

Breites Ausbildungsspektrum

Aktuell arbeiten und lernen rund 109 Auszubildende im Kraftwerk Lippendorf, ganz in der Nähe von Leipzig. Drei von ihnen sind Philipp H. (23), Philipp S. (22) und Timo (19). Sie haben sich für die Ausbildung zum Elektroniker Betriebstechnik entschieden. Einige ihrer Azubi-Kollegen werden Mechatroniker, Industriemechaniker Betriebstechnik oder belegen eine kooperative Ingenieurausbildung – ein Studium mit integrierter Berufsausbildung. Zusätzlich gibt es an anderen Vattenfall-Standorten zahlreiche weitere technische und kaufmännische Ausbildungsbereiche. Doch hier im Kraftwerk Lippendorf konzentriert man sich auf all das, wo elektrische Energie zum Einsatz kommt: ob im Kraftwerk selbst, in Unternehmen oder Privathaushalten.

Von den Grundlagen bis zu komplexen Geräten

Im Gebäude neben den Kühltürmen befinden sich zahlreiche Werkstätten und Labore – alle auf dem neuesten Stand der Technik. Morgens um 6:45 Uhr beginnt für die Azubis der Tag. In der Metallwerkstatt erlernt jeder von ihnen – gleich welcher Fachrichtung – die praktischen Grundlagen im Schweißen und Feilen. Philipp H. erinnert sich: „Hier haben wir im ersten Lehrjahr einen Briefbeschwerer und einen Bleistifthalter hergestellt. Denn nur, wenn man die Grundlagen genau verstanden hat, kann man sich fachlich weiterentwickeln und auch komplexere Geräte herstellen.“ So haben die Jungs zum Beispiel schon einen Schaltschrank für eine Heizungsanlage gebaut, der tatsächlich im Kraftwerk gegenüber Anwendung gefunden hat. Ein Projekt, auf das sein Namensvetter Philipp S. besonders stolz ist, ist ein spezieller Grill: „Damit kann ich Schweinefleisch auf einem Spieß anbringen, der sich per Motor automatisch dreht. Das fertige Fleisch gibt’s dann mit Brot und Sauerkraut – ein perfekter original Mutzbraten!“, erklärt er stolz.

Platz für eigene Ideen und Projekte

In einer anderen Werkstatt geht es um die Grundlagen der Elektrotechnik. Hier spielt auch das Thema erneuerbare Energien eine große Rolle. Zur Veranschaulichung, wie Windkraft und Solartechnik funktionieren, stehen im Vattenfall-Gelände Miniaturanlagen zu Bildungszwecken zur Verfügung. „Die Kollegen aus dem Bereich Metall haben mir dann mit den schwenkbaren Motoren ausgeholfen, die die Anlage bewegen.“ Teamwork wird bei Vattenfall ohnehin groß geschrieben. Das ist auch das, was die Ausbildung für Timo so attraktiv macht: „Man hilft sich und merkt, wie man dadurch Projekte gemeinschaftlich und erfolgreich in die Realität umsetzen kann.“ Wie im echten Berufsleben kommen auch hier schon früh verschiedene Berufsgruppen zusammen.

Die Königsdisziplinen meistern

Eine Werkstatt weiter üben sich die Azubis an zwei grundlegenden Aufgaben, die typisch für ihre Fachrichtung sind: Die angehenden Elektroniker bauen eigenständig ein Rolltor, die Mechatroniker einen Greifer. Das ist Praxisbezug vom Feinsten. Direkt nebenan, im Raum für Digitaltechnik, tüfteln die Auszubildenden Computerlösungen aus, mit denen elektronische und mechatronische Prozesse automatisch gesteuert werden. Wie programmiert man zum Beispiel den Befehl, dass sich auf Knopfdruck der Füllstand in einem Behälter automatisch auf einen bestimmten Wert einregelt? „Speicherprogrammierbare Steuerung heißt das, womit wir uns hier befassen“, erklärt Timo, der ein besonderes Faible für das Fach hat.

Work-Life-Balance

Vieles von dem, was die Azubis hier lernen, ist wichtig dafür, dass ein Braunkohlekraftwerk wie Lippendorf einwandfrei funktioniert. Aber sie lernen noch viel mehr. „Die Lehre ist so breit gefächert, dass wir nicht auf ein Kraftwerk spezialisiert sind, sondern ebenso gut in anderen Bereichen, zum Beispiel in der Automobilbranche, arbeiten können“, erklärt Philipp S. Für Timo und die beiden Philipps steht allerdings fest: Sie wollen nach der Lehre gerne direkt bei Vattenfall einsteigen. „Die Kollegen und das Arbeitsklima sind einfach spitze“, sagt Philipp H., „sogar nach Feierabend um 15.30 Uhr!“ Denn Vattenfall tut auch einiges für die Freizeit der Angestellten. Es gibt zum Beispiel einen Fitnessraum auf dem Gelände, eine Fußball- und eine Volleyballmannschaft. Philipp H.s Highlight ist das jährliche Drachenbootrennen. „Dann treten wir Azubis gegen die Erwachsenen an. Das ist ein einmaliger Event!“

Ausbildung bei Vattenfall im Kraftwerk Lippendorf

Im Kraftwerk Lippendorf bietet Vattenfall drei Ausbildungsmöglichkeiten an:

  • Elektroniker/-in Betriebstechnik (3,5 Jahre)
  • Mechatroniker/-in (3,5 Jahre)
  • Kooperative Ingenieurausbildung mit integriertem Studium an der Hochschule Zittau/Görlitz (5 Jahre)

Die Ausbildung kann bei besonders guten individuellen Leistungen auch verkürzt werden.

Jetzt bewerben!

Das Ausbildungsprogramm von Vattenfall klingt interessant für dich? Dann kannst du dich das ganze Jahr über bei Vattenfall bewerben. Pro Ausbildungsjahr gibt es bei Vattenfall Europe Mining & Generation 200 freie Ausbildungsplätze. Du möchtest vorher bereits einmal reinschnuppern? Dann kannst du ein zweiwöchiges Schülerpraktikum absolvieren. Ausführliche Infos findest du hier: http://corporate.vattenfall.de/karriere/schuler-und-schulabganger