Was macht eigentlich ein... Speiseeishersteller?

Erdbeeren, Bananen, Kiwi oder Vanille – bei ihrer Ausbildung zur Speiseeisherstellerin zaubert Janina die leckersten Eissorten. IKK spleens verrät sie, warum die Lehre so abwechslungsreich ist.

Stolz präsentiert Janina das fertige Schokoladeneis. "Möchtest du mal probieren?", bietet sie fröhlich an. Da sagt man nicht nein! Und tatsächlich: Es schmeckt himmlisch. Die18-Jährige macht seit einem Jahr die Ausbildung zur Speiseeisherstellerin und bereut diese Entscheidung keine Sekunde. "Es ist toll, wenn ich sehe, wie aus den vielen Zutaten ein leckeres Eis entsteht", freut sich Janina. Dafür muss die junge Auszubildende nicht nur das Rezept genau beachten, sondern immer prüfen, ob die Qualität und Frische der verwendeten Produkte stimmt.

Immer frische Zutaten

Nicht jede Eisdiele stellt selbst Eis her. "Dabei ist der Unterschied zwischen industriell und handwerklich hergestelltem Eis riesig!", weiß Janina. "Deshalb kommen in unser Eis nur frische Zutaten! Konservierungsstoffe sind absolut tabu!" Produziert wird nur in kleinen Mengen, die im Anschluss gleich verkauft werden. Eine besondere Herausforderung für Janina ist, sich neue Eissorten auszudenken. "Da gibt es ja die verrücktesten Kombinationen", stellt sie fest. Trotzdem muss geschmacklich alles stimmen. Welche Zutaten verwende ich und was soll die besondere Geschmacksnote ausmachen? Diese Fragen müssen beantwortet werden, bevor es losgehen kann. Das Rezept für eine neue Eissorte zu entwickeln, ist eine ganz eigene Kunstform - aber mit ein wenig Erfahrung und dem richtigen Gefühl für Eis klappt es ganz gut.

Der Beruf ist vielseitig

Seit 2008 ist der Speiseeishersteller ein Ausbildungsberuf und dauert zwei Jahre. Die Berufsaussichten sind sehr gut. Ein Speiseeishersteller kann entweder in einer der vielen Eisdielen, oder aber in Restaurants und Hotels arbeiten. Und einen Winterschlaf gibt es selbst in der kalten Jahreszeit nicht. Auch dann bieten viele Cafés ihre leckeren Eissorten an. Aber nicht nur Eis ist Thema während der Ausbildung: Auch die Zubereitung kleinerer Gerichte wie Suppen, Toasts oder Salate, steht auf dem Stundenplan. Kenntnisse in Betriebsführung und der richtige Umgang mit Maschinen und Geräten werden ebenfalls vermittelt. So erhält jeder Auszubildende das Rüstzeug für seinen späteren Beruf und kann in Zukunft auch den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Wer Lust hat, kann sich im Anschluss zum Konditor ausbilden lassen. Der Vorteil: Das erste Lehrjahr wird angerechnet.

Der Kontakt mit Gästen macht Spaß

Janina gefällt der vielfältige Job sehr, vor allem der Kontakt mit den Kunden macht ihr großen Spaß. Und wie auf ein Stichwort hin betreten Gäste das Eiscafé. Routiniert greift Janina zum Block, wartet kurz ab und nimmt dann die Bestellung auf. Ein Spaghetti-Eis und einen Milchkaffee. Kein Problem für Janina. Mit geübten Handgriffen kreiert sie den appetitlichen Eisbecher auf dem silbernen Schälchen. Schnell noch einen Milchkaffee aufs Tablett gestellt - schon bringt sie die Bestellung. Und erntet ein dankbares Lächeln von ihren Gästen. "Und das ist es, was meinen Job zu einem wirklich süßem Vergnügen macht", erklärt sie augenzwinkernd.

Ausbildung:

staatlich anerkannt, Dauer 2 Jahre

Arbeitszeit:

40 Stunden/Woche (variiert, je nach Saison)

Monatsgehalt:

1. Ausbildungsjahr: 271,00 - 363,00 EUR
2. Ausbildungsjahr: 307,00 - 409,00 EUR

Durchschnittsgehalt:

1645,00 EUR