Was macht ein Pflanzentechnologe?

Foto: istockphoto.com/VladTheodor

Grüne Berufe“ bieten gute Entwicklungschancen. Weit vorne mit dabei sind die Pflanzentechnologen. Die 18-jährige Leonie ist im zweiten Jahr ihrer Ausbildung und rundum zufrieden mit ihrer Wahl. Hier erfährst du mehr über ihren Beruf.

Landwirtschaftlich-technische Berufe leiden unter großen Nachwuchssorgen. Die Bewerberzahlen sind gering und das, obwohl die Ausbildung sehr abwechslungsreich, verantwortungsvoll und forschungsnah ist. Pflanzenzüchtung sowie landwirtschaftliche Forschung sind Arbeitsstellen mit Zukunft und Auszubildende werden gesucht. "Die Chancen sind hoch, mit einer guten Bewerbung angenommen zu werden. Bei mir hat es sofort geklappt", erzählt Leonie.

Was macht ein Pflanzentechnologe?

"Wir züchten Pflanzen und untersuchen sie", so bringt Leonie ihren Beruf auf den Punkt. Pflanzentechnologie verbindet die Arbeit der Pflanzenzucht mit der Forschung im Labor. Abwechslung und Vielseitigkeit spielen eine große Rolle. "Langeweile kommt nie auf, da es immer wieder neue Aufgaben gibt und die Arbeit an verschiedenen Orten stattfindet", erklärt Leonie. Sie arbeitet unter anderem auf dem Feld, im Gewächshaus, im Labor und am Computer. "Momentan setzen wir die Saat für die neue Ernte von Versuchspflanzen. Diese müssen gehegt und gepflegt werden. Im Labor werden dann Probeentnahmen untersucht und analysiert."

Outdoor-Beruf

Abhängig ist die Arbeit auch von äußeren Faktoren, wie Vegetation und Jahreszeit. "Im Sommer arbeiten wir mit den Pflanzen im Zuchtgarten. Im Winter geht es an die Auswertung von Ergebnissen und Laboranalysen. Dann wird die nächste Saison vorbereitet", erklärt Leonie. Pflanzentechnologen sind größtenteils in der Forschung, Entwicklung oder Qualitätskontrolle tätig. Leonie hat bereits ihren Lieblingsposten im Ausbildungsbetrieb gefunden: "Die Arbeit im Labor ist sehr spannend. Ich kann mir gut vorstellen, nach der Ausbildung in diesem Bereich weiter zu arbeiten."

Ist der Beruf das Richtige für mich?

Ideal ist der Beruf für diejenigen, deren Stärke in praktischer Arbeit liegt und die gleichzeitig Verantwortung für ein Team übernehmen möchten. "Man sollte die Arbeit unter freiem Himmel mögen und an der Natur interessiert sein", sagt Leonie, die selbst im eigenen Garten Pflanzen züchtet. "An meinem Beruf gefällt mir vor allem der Blick in die Zukunft. Schon heute machen wir uns Gedanken, wie wir die Welt von morgen mit neuartigen Pflanzen versorgen können." Wenn du Interesse an Pflanzenzucht in Verbindung mit biologischer und chemischer Forschung hast, solltest du dir diesen Beruf genauer ansehen. Hier einige Fakten zur Ausbildung:

  • Grundvoraussetzung ist mindestens ein guter Hauptschulabschluss.
  • Die Ausbildung dauert drei Jahre.
  • Sie ist eine klassische Lehre im Dualen System - du besuchst also abwechselnd Ausbildungsbetrieb und Berufsschule.
  • Nach der Ausbildung muss noch nicht Schluss sein. Mittlerweile kommen immer weitere Angebote für Weiterbildungen hinzu, zum Beispiel als Meister/in oder Techniker/in.