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Stottern, Lispeln oder die falsche Aussprache von bestimmten Buchstaben – Sprechfehler sind auffällig und für die Betroffenen häufig eine Last. Der Logopäde hilft dabei, diese und andere Probleme rund um Sprechen und Sprache zu behandeln.

Kein Patient wie der andere

Dienst nach Vorschrift und Eintönigkeit kommt im Joballtag nicht vor. Denn jeder Patient ist anders und auf eine ganz individuelle Behandlung angewiesen. Das ist spannend, benötigt aber auch motivierte und engagierte Logopäden. Denn schließlich soll die Therapie erfolgreich sein. Als Logopäde arbeitest du nicht nur in eigenen Praxen, sondern auch in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten oder Schulen.

Vielfältige Therapiemöglichkeiten

Neben Sprech- und Sprachfehlern behandelst du auch Probleme beim Schlucken. Grund können Unfälle, psychische oder körperliche Erkrankungen sein. Deshalb arbeitet ein Logopäde auch ganz eng mit Ärzten zusammen. In der Ausbildung erfährst du alles über mögliche Ursachen und geeignete Behandlungen.

Die meiste Zeit lernst du in der Berufsfachschule, absolvierst aber auch Betriebspraktika in Krankenhäusern oder Praxen. Auf dem Stundenplan steht zum Beispiel rhythmisch-musikalische Erziehung, Stimmbildung und Sprecherziehung.

Kein Ausbildungsgehalt
Der große Unterschied zu einer dualen Ausbildung:

  • Du besuchst bei dieser schulischen Ausbildung eine Berufsfachschule. Das bedeutet auch, dass du kein Gehalt erhältst.
  • Manche Schulen verlangen sogar eine Gebühr. Es gibt aber die Möglichkeit, Schüler-BAföG zu beantragen. Am besten informierst du dich unter www.bafoeg.de.

Zulassung für die Ausbildung

Voraussetzung für die Aufnahme an einer Schule ist ein mittlerer Schulabschluss bzw. eine gleichwertige oder höhere Ausbildung. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie ein Nachweis über eine normale Seh- und Hörfähigkeit. Auch eine gute laut- und schriftsprachliche Beherrschung der deutschen Sprache kann verlangt werden.

Das solltest du mitbringen

Um ein erfolgreicher Logopäde zu werden, ist das Interesse an Medizin und Pflege wichtig. Aber auch der Spaß an der Zusammenarbeit mit Menschen. Für den Umgang mit deinen Patienten solltest du einfühlsam und verantwortungsvoll sein. Eigenständiges Arbeiten, Geduld und Durchhaltevermögen sind ebenso gefragt.

Karrierechancen

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du die Möglichkeit, dich anstellen zu lassen oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Dein Wissen ergänzen kannst du mit der Weiterbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen. Oder einem Studium in den Bereichen Logopäde, Therapiewissenschaft oder Heilpädagogik.

Mehr Infos zum Beruf des Logopäden gibt es beim Bundesverband für Logopädie unter: www.dbl-ev.de