Szene
Hier entlang: Ausweg aus der Schuldenfalle

Wer weniger als gar kein Geld mehr hat, der sitzt in der Schuldenfalle. Auch Kai hat diese schmerzhafte Erfahrung machen müssen. Wie ist es so weit gekommen und wo lauern Schuldenfallen? spleens erzählt es dir.
Der 18-Jährige stand im Elektromarkt vor einem riesigen Bildschirm. „110 cm Bilddiagonale, HDTV, ideal für Spiele und Filme“, sagte der Verkäufer. Kai sah das Gerät schon zu Hause an der Wand hängen. Seine Freunde würden staunen.
Verführerischer Vorschlag
Als er kurz davor war, wieder in der Realität anzukommen, erwischte ihn der „Rat“ des Verkäufers: „Du kannst dir das Ding problemlos leisten. Kauf es auf Raten. Das kostet nichts extra!“ Kai schlug ein. „Die 90 Euro im Monat krieg ich schon zusammen“, war er überzeugt. An das Glücksgefühl, mit dem Apparat aus dem Geschäft zu kommen, kann er sich noch bestens erinnern. Leider auch an die weniger guten Folgen.
Das war nicht geplant
Die 90 Euro fehlten ihm an allen Ecken und Enden. Wenn er mit Freunden ausging, musste er sich oft Geld leihen. Bis er so dick bei ihnen in der Kreide stand, dass er sie nicht mehr zu sich einladen mochte. Jetzt hockte er da allein mit seinem Fernseher und einem Haufen Schulden. Und das Gerät war lange noch nicht abgezahlt.
Gefahr an vielen Stellen
Kai ist kein Einzelfall. Er hat sich vom Ratenkauf verführen lassen und nicht bedacht, wie sehr ihm das zusetzt. Die Schuldenfalle lauert aber auch an anderen Stellen. Sehr riskant ist ein Vertragshandy, wenn zügellos telefoniert und gesimst wird, Klingeltöne und Spiele heruntergeladen werden. Dagegen hilft eine Prepaid-Karte oder eine günstige Flatrate. Ungeahnte Zusatzkosten können ebenfalls in die Miesen führen. Beispiel: Wer bei der Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio nicht einkalkuliert, dass er nach dem Sport öfter mit Freunden essen geht und häufiger neue Sportklamotten kauft, der kann in Schwierigkeiten geraten. Genauso wie derjenige, der ein Girokonto mit Dispokredit besitzt und hemmungslos shoppen geht, obwohl der Kontostand schon mit Minuszeichen versehen ist.
Es geht wieder aufwärts
Kai hat übrigens die Kurve gekriegt. Seine Eltern leihen ihm das Geld für die Ratenzahlungen. Sie zu fragen hat ihn allerdings große Überwindung gekostet. „In solch eine blöde Situation möchte ich nie wieder geraten“,sagt er. Deswegen ist er nun wachsamer. Sein Tipp: „Jeden Monat eine genaue Einnahmen-Ausgaben-Liste machen. Das ist zwar mühsam, aber damit habe ich meine Finanzen in den Griff bekommen.“
Die 5 wichtigsten Schritte aus der Schuldenfalle:
- Stelle jeden Monat eine exakte Liste auf: mit deinen Einnahmen und allen, auch den geringsten Ausgaben!
- Überlege, wo du sparen oder wie du deine Einnahmen erhöhen kannst!
- Mache eine Aufstellung aller bestehenden Schulden und vereinbare Rückzahlungen, die du auch einhalten kannst!
- Hole dir Unterstützung bei einer professionellen Schuldenberatungsstelle!
- Halte durch, auch wenn es einige Zeit dauert, bis du wieder schuldenfrei bist. Am Ende gewinnst du neue Freiheit!
































oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
18 Kommentare